Katalysator

So ein internationaler Umzug wirkt wie ein Katalysator aufs bisherige Leben.

War ich manchmal träge und konnte mich tagelang um ein kleines Problem kümmern und Lösungen suchen, fehlt mir jetzt die Zeit und das spornt an.

Habe ich mir doch schon die ganzen letzten Jahre immer wieder vorgenommen, meinen Stammbaum aufzubauen. Da musste erst die Idee kommen, international umzuziehen und schon wird ein bisschen Energie in diese Richtung gelenkt und erstaunliches kommt zu Tage.

Ich bearbeite momentan viele Baustellen und beende so manches was einfach so herumliegt. Das ist meiner Mutter auch passiert, als sie im letzten Jahr auf Weltreise gegangen ist.

Ich richte gerade mein Leben nach dem Prinzip von Getting Things Done aus und so wird jede Baustelle aufgegriffen und abgeschlossen.

Was hab ich den für Baustellen:

  • Versicherungen künden
  • Umzug organisieren
  • Ahnenforschung
  • Reise nach Australien
  • Skiferien organisieren
  • Job in Berlin suchen
  • Beistandschaft übergeben
  • Jobs in Vereinen abgeben
  • Erinnerungen, Fotos, Briefe archivieren
  • Dokumente und Unterlagen ordnen
  • Militär

Ups, dass ist ja noch recht viel?!? Einiges davon betrifft das normale Leben und meine nächsten Schritte, aber der grosse Brocken “Aufräumen” beschäftigt wohl so manchen auch immer wieder.

Im November konnte ich mein Militärzeugs abgeben. Dann noch meine Entlassung abwarten und noch die Erwerbsersatz zurückfordern. Dann den Rest in eine Schachtel und weg zu den Erinnerungen. Schon ein tolles Gefühl.

So machte ich das mit jedem Thema. Ich hab nun jahrgangsweise meine Erinnerungen in eine Schachtel getan: 1995 – 2007. Knapp 1 m Material. Gar nicht mal soviel. Diese paar Schachtel passen in 2 Kartons und gut ist. Gut, es gibt noch Kisten mit Pfadisachen, Schulunterlagen und solchem Zeugs.

Dabei fand ich auch einige Fotos, die noch darauf warten, irgendwo eingeklebt zu werden. Ich glaube, das findet sowieso nicht mehr statt. Ich bin ein zu grosser Computerfreak um Fotos irgendwo einzukleben. Lieber eine Gallery basteln. Auf dem Rechner sind bisher nur meine Digitalfotos und die Fotos von 1974 bis 1987. Dazwischen klafft noch eine grosse Lücke. Ich glaube, diese Baustelle werde ich dann in Berlin weiter bearbeiten.

Der Archivierungsteil ist noch Umfangreich. Ich habe einige Ordner, wo ich nun die losen Sachen eingeordnet habe. Z. B. die Briefe seit 1998 sind nun auch eingeordnet.

Bei solchen Aktivitäten fragt man sich auch immer, lohnt sich das noch? Sollte man das nicht einfach wegwerfen? Man braucht es ja ohnehin nicht mehr. Aber man schaut es in einigen Jahren gerne mal wieder an 😉

Nun denn, ich hoffe, dass ich für den Umzug alles soweit geordnet habe, dass ich das Wichtigste in Berlin gleich zur Hand habe und den Rest geordnet in einem Archiv konsultieren kann.