Tauchferien in El Quseir

Zur Belohnung meiner Prüfung und auch wegen meiner Freunde fuhr ich wieder mal zum Tauchen nach Ägypten.

Wir waren zu sechst und logierten im Mövenpick Hotel bei El Quseir mit der Subex Tauchbasis. Ganz schön edel und mit dem ganzen Komfort, das sich ein Schweizer vor Ort wünschen kann.

Nicht das ich nun versnobt bin oder sonst dergleichen. Aber irgendwie war das schon schön. Ich hab auch nichts dagegen, in Zukunft wieder in einer Bambushütte zu übernachten.

Die Anlage war schön und gemütlich gebaut. Rundum nur Wüste. Der Strand mit seinem Korallenriff war in einer Bucht, der neben dem Hotel-“Hügel” lag. Auf der anderen Seite der Bucht war die Tauchbasis mit ihrem Steg übers Riffdach zum Wasser.

Am Anfang war ich schon ein wenig geschockt, dass es so kühl war. Nicht das die Temperatur kalt war, aber mit dem stetigen kräftigen Wind war es schon kühl. Jedenfalls holte ich mir doch noch einen schnupfen.

Die Tauchbasis war nach meinem Geschmack. Grosse 15 Liter Flaschen, die man auch mit Nitrox gefüllt bekam. Nur kostete Nitrox zusätzlich. Im Gegensatz zu anderen Basen, die das mittlerweile im Standardangebot haben.

Limits gab es für uns keine. Weder in der Zeit noch in der Tiefe. Es musste einfach der Ausbildung entsprechend getaucht werden. Es gab kein Tauchgang, der kürzer als 80 Minuten war und stets hatten wir einen Deko abzusitzen. Gut, manchmal waren wir schon ein bisschen weit unten, aber mit 80 Minuten holt man sich bereits auf 8 m einen Deko. Peinlich, nicht war?

Mein neuer Computer Mares Nemo hatte ich zuerst etwas konservativ eingestellt. Musste es dann doch auf die Normalstufe einstellen, die immer noch konservativer rechnete als die Aladin Computer meiner Freunde.

Das Riff war schön und in gutem Zustand. Die Basis hat ein gutes Auge darauf und tut alles, um es nicht zu schädigen. Wir tauchten die ganze Woche am Hausriff.

Fische gab es jede Menge. Das erste Highlight war ein Krokodilsfisch. Ein Fisch in der Form eines Krokodils. Spannend. Natürlich gab es viele Blaupunktrochen und eine Fülle von vielen Rifffischen. Bei einem Tauchgang sahen wir eine Spanische Tänzerin, die meine Freunde als Roten Pflatsch betitelten. Was für Ignoranten!

Das absolute Highlight war natürlich der Gitarrenrochen denn wir zufällig beim zurücktauchen entdeckten. Meinen Ersten. Der Gitarrenrochen ist ein Zwitter. Die Kopfform eines Rochen mit einem Hai-Schwanz. Absout Speziell.

Durch die langen Tauchgänge und dem kühlen Wetter holte ich mir noch eine Aussenohrentzündung.

Die Tauchferien hatten sich absolut gelohnt. Wie immer. Zu Tauchen ist immer wieder schön.