Jul 17

Endlich Urlaub und auf in ein weiteres Kapitel Skandinavien. Nach Oslo und Kopenhagen folgen nun Finnland und Schweden.

Helsinki

Die erste Destination war Helsinki, wo mich Miia vom Flughafen abholte. Im Gegensatz zu ihrer Vorhersage, war das Wetter doch nicht so schlecht. Zumindest war es sehr angenehm im Gegensatz zum heissen Wetter in Berlin.

Es war bei meiner Ankunft schon Abend und daher steuerten wir das nächste Restaurant an: ein Farmerrestaurant, mit Traktoren, Zäunen, Kessel als Lampenschirmen und vielen weiteren fantasievollen Elementen. Was zeichnet die finnische Küche aus? Das wollte ich herausfinden. Die erste Spezialität waren kleine Fische, Kartoffeln und weitere Beilagen. Dazu lokales Bier. Sehr lecker. Mit Saucen hat man es hier nicht so. Gut, damit schmeckt man das Original.

Anschliessend zeigte sie mir Helsinki. Wir spazierten zum Hafen, wo gerade eine grosse Fähre ablegte. Fährenfahrten sind Lieblingsaktivitäten der Finnen. Schnell nach Stockholm oder Estland rüber und wieder zurück. An Bord eine Riesenfete mit viel günstigem Bier und so. Scheinbar ist es nicht mehr so günstig wie auch schon. Ich werde es ja auch noch erleben.

Über dem Hafen thront eine grosse rote orthodoxe Kirche, auf die ich natürlich klettern musste. Von dort hat man einen schönen Ausblick über die Stadt. Und von dort sah man im Abendlicht eine riesige weisse Kirche in der Stadt. Wunderschön.

Wir gingen um den Hafen rum und spazierten durch einen Park, wo wir einigen Stadtkaninchen begegneten. Helsinki ist sehr grün und es hat noch mehr Bäume als Berlin.

Irgendwann gingen wir nachhause, obwohl es noch nicht ganz dunkel war. Es wurde auch nicht dunkler. Das ist wohl das Schöne, wenn man im Norden wohnt. Sie lebt am Stadtrand von Helsinki in einer schmucken schönen 1-Zimmer-Wohnung.

Am nächsten Morgen schien die Sonne wunderbar herunter. Mit dem Bus fuhren wir in die Stadt, wo wir zuerst die Felsenkirche besuchten. Eine Kirche eingefräst in den felsigen Boden mit einer Glaskuppel darüber. Fantastisch. Sogar ein Orgelkonzert war angekündigt. Bis dahin hatten wir noch Zeit und so besuchten wir noch das Parlament und Finlandia, die Oper von Helsinki. Das Orgelspiel war ganz nett, aber es haute uns nicht aus den Socken. So verliessen wir die Kirche und kauften uns ein Picknick.

Auf dem Weg zum Hafen besuchten wir die weisse Kirche, die wir am Vortag aus der Ferne sahen.

Am Hafen war noch ein kleiner Markt, wo wir uns noch mit leckeren Erdbeeren eindeckten, bevor wir die Fähre nach Suomenlinna nahmen. Suomenlinna ist eine ehemalige Festungsinsel, die von Schweden gebaut und dann von Russland besetzt wurde, bevor sie durch die Unabhängigkeitserklärung 1917 in finnische Hand kam. Heute dient sie touristischen Zwecken und um die Geschichte zu bewahren.

Wir spazierten über die schöne Insel und Besichtigten ein schmuckes kleines U-Boot, was nur 20 Seeleute aufnehmen konnte. 3 Torpedos und es war voll. Scheinbar war das U-Boot doch recht erfolgreich.

Und dann kam der Regen. Wir retteten uns in einen Unterstand, wo wir unser Picknick verzehrten. Als der Regen nachliess, wanderten wir weiter und besahen uns die Kanonen und die Gänge. Wir kamen gerade rechtzeitig zur Meeresenge, wo sich ein Koloss von einer Fähre mit 9 Decks hautnah an uns vorbei hindurch zwängte.

Verregnet und durchnässt kamen wir nach Helsinki zurück, wo wir einen weiteren kulinarischen Höhepunkt erklommen. Rentier mit einer geschmackvollen Preiselbeersauce. Wow, was für ein Knaller.

Am nächsten Tag besuchten wir noch die Eisbrecher in ihrem Summercamp.

In einem Café traf ich auch noch Annika, die ich noch vom World Scout Jamboree in Thailand her kannte. Wir waren damals gemeinsam als Dienstrover im Windsurfingteam tätig. Wie die Zeit vergeht…

Kangasniemi

Mit Miia fuhr ich dann mit dem Bus nach Kangasniemi in die Sommerresidenz ihrer Familie. Kangasniemi liegt inmitten der Seenlandschaft. Ihr Vater holte uns ab und fuhr uns zur Hütte.

In einer Lichtung direkt an einem See gelegen ist es ein wunderschönes Fleckchen. Das Haupthaus besteht aus einer Küche und dem Hauptraum. Darin ein grosser Ofen und einem Dachboden zum Schlafen. Daneben ein Toilettenhäuschen, wie wir es von Berghütten kennen und einem Saunahäuschen. Die Sauna ist üblicherweise das erste Gebäude, was noch vor dem Haupthaus gebaut wird. Davor gleich ein kleiner Pfad, der auf den Steg hinaus aufs Wasser führte.

Der See war noch recht frisch, aber wir sind trotzdem gleich Baden gegangen. Vor 2 Wochen war es hier scheinbar viel viel wärmer. Egal. Ein Ruderboot gab es auch. Motorboote werden hier nicht gerne gesehen. Kann ich auch gut verstehen. Diese Ruhe ist einfach traumhaft. Wir sind dann mit dem Ruderboot gleich raus aufs Wasser und haben die letzten Sonnenstrahlen genossen und mit ein paar Steinen gekämpft ;-) .

Am Abend sind wir in der Nähe in ein Tanzlokal gefahren. Dieses Lokal ist wohl der Treffpunkt aller Tanzverrückten in weitem Umkreis. Die Finnen sind ein tanzwütiges Volk. Zumindest auf dem Lande. Früher gab es viele Tanzmöglichkeiten, dann der Abschwung, was sich jetzt wieder stark erholt.

Obwohl Miia sich den Zehen an einem Stein kaputtgemacht hatte, wollte sie Tanzen und biss sich durch. Die Bühne war geteilt mit 2 Sets an Instrumenten. Darauf spielten abwechslungsweise 2 Bands, die sich jeweils die Klinke in die Hand gaben. Die Musikauswahl war sehr reichhaltig und die meisten tanzten rund um die Tanzfläche. Mich zog es meistens in der Mitte, damit ich einige Figuren tanzen konnte.

Irgendwann spielten sie einen finnischen Polka. Das war ja toll. Die Partner hielten sich gegenseitig an den Oberarmen fest und sprangen wie Pingpongbälle durch den Raum. Sah irgendwie Irre aus.

Am nächsten Tag war es bedeckt und wir assen spät zu Frühstück. Und dann kam schon der Regen. Tja, blieb uns nichts anderes übrig, als drin zu bleiben und Karten zu spielen. Sie lehrte mich ein neues Kartenspiel namens Casino, bei dem ich oft ein gutes Händchen hatte.

Am Abend lernte ich noch ein anderes Spiel draussen kennen (Mölkky). Es gab 12 Holzklötze von 1 – 12 Punkten. Am Anfang standen die zusammen. Dann musste man entweder eines treffen und die Punkte garnieren, oder wenn mehr als zwei Klötze umfielen, galten die Menge der umgefallenen Klötze als Punkte. So musste man genau 50 Punkte sammeln. Da hatte ich gute Trefferquoten, aber nicht unbedingt Glück.

Wir waren im Haus der Eltern eingeladen und Papa Miia räucherte zum Abendessen ein grosses Stück Lachs. Mjam.

Dann heizten wir die Sauna ein. Endlich lernte ich die finnische Sauna in natura kennen. Bei 80°C sassen wir auf den Bänken und schmorten vor uns hin. Dazu gibt es Bier und auf der Sauna gegrillte Würste. Gegrillte Würste… Ich weiss ja nicht. Ich zeigte ihnen, wie das auch mit Schokobananen auf dem Grill funktioniert. Das fanden sie ganz toll. Ich fürchte, ich hab die finnische Kultur korrumpiert ;-) .

Neben den ätherischen Ölen gab es auch Weidenzweige, mit denen wir uns schlugen, um die Durchblutung anzuregen. Für mich zu wenig hart. In Russland hatte ich mal welche… Ich machte etwa 5 Saunagänge und zu guter Letzt heizte ich noch tüchtig ein und schüttete soviel Wasser auf den Ofen, dass es kaum noch zu ertragen war. Das bescherte mir dann am nächsten Tag tüchtiges Kopfweh.

Bevor ich mich verabschiedete, machten wir eine Wanderung durchs Unterholz, um vielleicht noch ein Tier zu entdecken. Wäre ja schön gewesen, einen Elk oder ein Moose zu entdecken. Oder vielleicht einen Bären? War leider nichts.

Von Jyväskylä fuhr ich mit einem hochmodernen IC nach Tampere und von dort weiter nach Pori. Ach ja, die finnische Sprache. Lesen kann man das ganz wunderbar. Einfach von Jyväskylä das y mit ü ersetzen. That’s it.

Pori

In Pori wurde ich von Essi begrüsst. Ich lernte sie und einige andere finnische Pfadfinder am National Jamboree in Iceland kennen.

Sie wohnt in einem alten sturmanfälligen Holzhaus. Aber innen ist es super heimelig und schmuck eingerichtet. Ziemlich modern im Gegensatz zur Sicht von aussen. Beim Essen checkte sie ab, was mir wohl noch an finnischen Erlebnissen fehlen könnte. Miia hatte ganze Arbeit geleistet. Selbst Karelian Pies hatte ich schon probiert. Karelia ist ein Teil Finnlands, welches im Besitz von Russland ist. Des Finnen Herz schmerzt bei diesem Gedanken daran. Diese Dinger sind mit Reis gefüllt und sind nicht schlecht. Ich hab mich dann gefragt, wo das Reis herkommt, denn es ist eine einheimische Spezialität. Hm, Reisterrassen hab ich keine gesehen ;-) .

Wir machten einen Spaziergang durch das Städtchen: Fussgänger Passage, kleine Parks und eine schöne Schule. Im Sommer findet hier das weltbekannte Pori Jazz Festival statt, wo an der Hauptbühne 60’000 Zuschauer mittanzen. Da wandelt sich dieses beschauliche Städtchen zur Metropole. Und jetzt fing es gerade an.

Am nächsten Tag machten wir eine Rundreise. In der Nähe der Yyteri Strand. Finnlands schönster Strand wird gesagt. In der Tat, dieser feine Sandstrand mit den grossen Dünen ist eine Reise wert.

Obwohl das Wasser saukalt war, hab ich mich als einer der wenigen hinein ins Baltische Meer gewagt.

Weiter ging es nach Mäntyluoto, Reposaari und Noormarkku, wo wir die Ländereien der Ahlström-Familie besuchten. Einige Gutshäuser, Stallungen, ein Schlösschen, eine Mühle und ein Designerhaus, welches viele Studenten aus dem asiatischen Raum anzieht. Überhaupt scheint nordisches Design sehr gefragt zu sein, wie ich in Oslo und Kopenhagen auch schon herausgefunden habe. In dieser Gegend ist Essi geboren und aufgewachsen. Dann fing es an zu schütten und wir kehrten zurück.

Am Abend sind wir zur Jazz Street, was bei diesem Hundewetter nicht wirklich besucht war. Die Bands spielten trotzdem munter weiter. Essi hatte uns gerade noch 2 Karten für das Jazz Café besorgt, wo wir dann den Klängen von Ted Curson lauschten. Im Anschluss fand eine Jam Session bis spät in die Nacht hinein statt.

Am Sonntag hiess es nun auch wieder Abschied nehmen. Das Wetter war schön und ich konnte noch ein paar Bilder mit Sonnenschein von Pori aufnehmen. Wir sind auch durch den Park geschlendert, wo in der kommenden Woche diese Mega-Events stattfinden. Echt schön.

Auf dem Weg nach Turku, wo am Abend meine Fähre nach Stockholm fahren würde, hielten wir noch in Rauma, um uns die Altstadt anzuschauen. Alte Holzhäuser ähnlich dem, wie Essi auch wohnt. Diese Häuser haben einen speziellen Charm. Die Häuser strahlen Pioniergeist und Standhaftigkeit aus.

In Turku besuchten wir den Dom, liefen am Fluss entlang, tranken Bier und genossen das Leben. Auch Hesburger lernte ich in der Hesburger-Hauptstadt kennen. Hesburger ist die einheimische Antwort und Konkurrenz zu McDonalds. Wer patriotisch ist, geht zu Hesburger. Nun ja, war etwas fad und die Toiletten nicht ganz auf dem internationalen Standard. Scheinbar war die Zutatenmischung für den Burger nicht dem Original entsprechend.

Dann kam der Abschied von ihr und Finnland. Ein 12-stöckiges Ungetüm der Silja brachte mich nach Stockholm. Ich wurde bereits im Voraus geistig-moralisch darauf vorbereitet.

Überfahrt von Turku nach Stockholm

Bevor ich die Erkundungstour machte, schaute ich vom Deck hinaus in die Insellandschaft von Finnland. Tausende von kleinen und grösseren Inseln und unser Koloss, welcher sich einen Weg dadurch sucht. Immer wieder kleine Motor- und Segelboote, die sich neben uns drückten.

Das Schiff hatte einen Wellness- und Saunabereich, einige Restaurants und Shops. Der Duty Free Shop war riesig und es gab alles zu kaufen. Für die vielen Biertrinker standen am Eingang gleich Anhänger mit mehreren Bierkisten praktisch zusammengestellt, denn man gleich mit zur Kasse nehmen konnte. Auch sonst gab es Alkohol im Überfluss.

Mit Frederik meinem Zimmergenossen trank ich noch ein Bier, bevor ich in letzter Minute noch was zu essen bekam und danach in letzter Minute noch was kaufte. Der Abenteuergeist hat mich etwas aufgehalten und es war ja noch immer hell.

Man hatte mich gewarnt, dass viele Partyleute da sein würden, die sich auf diesen Fahrten sinnlos betrinken. Da war eigentlich nichts zu sehen. Sonntag auf Montag ist wohl eher ruhig. Auf der Tanzfläche hatte ich auch kein Glück. Bei guter Musik tanzten hyperaktive Kinder mit ihren Eltern. Auch die Disco war leer. Irgendwann gab ich die Hoffnung auf, noch einen Tanz zu kriegen und ging schlafen. Obwohl es keinen Grund dazu gab, drückte ich kein Auge zu.

Schweden

Frederik brachte mich zum Bahnhof, wo ich am Schalter das 1. Klass Ticket, welches mir Olof bereitlegen liess, bekam. Damit fuhr ich nach Linköping. Feines Frühstück und Internetzugriff. Was für ein Luxus.

In Linköping warteten auch schon Olof und seine Freundin auf mich. Wir fuhren zum Göta-Kanal, der die Westküste mit der Ostküste von Schweden verbindet. Da gab es einige Schiffstreppen und Viadukte, welches wir eigentlich mit einem Schiff befahren wollten. Eines von 1000 Dingen, die man scheinbar mal gemacht haben musste. Leider hatten wir auf dem Schiff keinen Platz mehr. Ohnehin war es besser, die Schiffe auf den Treppen und das Viadukt von aussen zu fotografieren.

Anschliessend assen wir in der Stadt was Einheimisches mit extrem teurem Bier. Danach besuchten wir ein Freilichtmuseum, wo ähnlich dem Ballenberg viele alte Häuser stehen.

Irgendwo fanden wir auch noch einen See, in dem wir uns abkühlten, bevor wir zu seinen Eltern fuhren.

Olof wuchs auf einem Bauernhof auf, umgeben von Seen und vielen Wäldern. Der Vater hat etwa 20 Kühe, die er im Sommer ausleiht, um als Hobby die Milchwirtschaft zu betreiben. Diese Kühe trieben wir am Abend zusammen.

In nächster Nähe brachen aus dem Gehölz zwei Elche hervor und jagten hintereinander her. Eine Joggerin mit Kopfhörern joggte entspannt nebenan vorbei und bekam nichts mit.

Mit Olof ging ich dann auf Pirsch. Doch nichts liess sich entdecken. Nur Waldfrüchte, die Olof in einem fort sammelte und ass. Der geborene Jäger und Sammler. Auch nach dem Abendessen, als ich noch kurz auf Toilette war, fand ich ihn nachher auf dem Kirschbaum.

Am nächsten Tag packten wir alles zusammen für einen Kanuausflug. Ein paar Kleider, Fressalien und Zelt. In einem nahe gelegenen See rüsteten wir die Kanus aus und stachen in See. Jupii.

Vorbei an Natur, Bäumen und Felsen. Vereinzelte Häuser gab es auch. In einer Bucht sahen wir auch ein kleines Floss mit einer Sauna drauf. Die haben doch einen Knall. Tiere gab es einige. Viele Vögel und einen Elch liessen sich auch blicken. Mitten im Wasser hab ich fast eine Schlange überfahren. Eine Landschlange mitten im See. Die wollte sich wahrscheinlich auch mal ein Bad nehmen.

Irgendwo fuhren wir auch durch einen Kanal, wo ein Riesengebrüll herrschte. Zur Linken und zur Rechten standen sich zwei Stiere gegenüber, die sich Zunder gaben ;-)

Es wurde langsam spät und wir waren schon den ganzen Tag unterwegs und so steuerten wir eine Insel an. Wir erkundeten die Insel und suchten ein gutes Plätzchen für unser Zelt. Bevor wir ein erfrischendes Bad nahmen und faulenzten, schnabulierten und sammelten wir Heidelbeeren.

Am Abend entfachten wir ein Lagerfeuer. Auch der Wetterumsturz, der fast Regen gebracht hätte, entmutigte uns nicht. War schon toll!

Bei strahlendem Sonnenschein paddelten wir am nächsten Tag zurück zu unserem Ausgangspunkt. Nach dem Essen nahm ich den Zug nach Stockholm zurück.

Mit Olof hatte ich wirklich ein schönes Erlebnis und auch die richtige Person dazu: professioneller Führer, Naturkenner, Abenteurer, Teilzeit-Landwirt, Schafzüchter, Lehrer, Jäger und Sammler. Kurzum ein Naturbursche.

Stockholm

Für Stockholm hatte ich weniger als 24 Stunden Zeit und die Stadt ist reich an Geschichte und Kultur.

Ich übernachtete am Hafen in einer Jugi, die auch ein 3-Mast-Segelschiff ihr eigen nett. Leider hatte das Schiff keinen Platz mehr.

Ich wanderte um den Hafen herum zum Königsschloss. Dort in diesem Quartier gab es auch einige Kirchen und schöne Häuser zu besichtigen. Ein Hard Rock Café fand ich auch noch.

Am nächsten Morgen besuchte ich noch das Vasa-Museum. Darin wird das königliche Schiff gezeigt, welches eigentlich die Krönung der schwedischen Flotte hätte sein sollen, wenn es nicht bei der Jungfernfahrt 1628 im Hafen gesunken wäre. Da blieb es bis 1956, als man es wieder fand und es in 30jähriger Arbeit konservierte und herrichtete. Ein tolles Schiff. Was mich besonders erstaunte war, dass es auf dem Masten, der vorne raus geht, noch eine Plattform gab und einen Masten mit einem zusätzlichen Segel. Sozusagen einen Masten auf dem Masten. Ein Focksegel, wie wir es heute kennen, gab es nicht.

Ich hoffe, der Text hat euch nicht erschlagen. Diese 10 Tage Urlaub waren sehr intensiv und ich bedanke mich bei Miia, Essi und Olof für die Zeit, die sie mir schenkten. Nun kann ich einen Haken in meiner Todo-Liste für Skandinavien setzen. Done ;-)

Mai 03

Mal wieder Reiseluft schnuppern, das wäre schön. Was liegt da näher als das lange Wochenende vom 1. Mai zu nutzen?

Aber wohin? Gerade rechtzeitig zu meinem Geburtstag bekam ich von Air Berlin eine Angebotsliste. Nachdem ich dieses Jahr mal die nordischen Länder besuchen will, lag Oslo einfach auf der Hand.

Auf diese Reise hab ich mich kaum vorbereitet. Am Abend zuvor hab ich mir von WikiTravel die Liste ausgedruckt, damit ich wenigstens etwas habe. Aber eigentlich wollte ich mich einfach überraschen lassen. Als Gepäck reichte mir ein kleiner Tagesrucksack mit Unterwäsche, Wäschebeutel, Jacke und zur Not noch ein Fleece. So handlich war ich noch selten unterwegs. Was braucht man mehr?

Ankunft in OsloIn Oslo angekommen war es warm und strahlend blauer Himmel. Am Flughafen konnte ich doch nicht davon lassen, Informationen und Karten mitzunehmen. Im Zug in die Stadt legte ich mir automatisch die Sehenswürdigkeiten zurecht. Tja, die Macht der Gewohnheiten.

Aber dennoch liess ich die Stadt auf mich wirken und ging freudvoll meiner Nase nach.

Auch hier gibt es Protestkundgebungen zum 1. Mai. Der Umzug war ziemlich lange. Die grösste Gruppierung waren wohl die Tamilen, die auf den Genozid in Sri Lanka aufmerksam machten. Die Kolonne wollte kein Ende nehmen. Die nächst Grössere war gegen Israel gerichtet.

Auf dem Weg zum Königlichen Schloss kam ich noch beim Hard Rock Café vorbei, wo ich natürlich ein T-Shirt kaufen musste. Meine einzige Sammelleidenschaft.

Vom königlichen Schloss hat man einen guten Ausblick auf die Stadt. Wie in London gibt es hier Wächter. Hier tragen sie einen komischen Hut mit einem Federbauschfimmel, der einem bei Wind im Gesicht kitzelt. Die Wiesen rund um das Schloss waren voll von Sonnenanbetern. Es war auch wirklich schön warm und sonnig.

Gemütliche Zeit in Aker Brygge

Unten am Hafen bei Aker Brygge waren die Bars und Restaurants gepackt voll. Am Ende der Mole hatte es noch eine schöne Grünfläche, die sich zum Erholen anbietete. Dort traf ich Anne, die gerade von der Arbeit kam. Ein Krug Kaffee, Früchte und meine Schokolade. Was will man mehr bei diesem schönen Wetter? Insbesondere auch im Hinblick, dass ich auch gerne am Meer bin.

Anne ist auch bei Couchsurfing dabei und später kam noch ihr Gast aus Italien vorbei. Bei ihr durfte ich dann die nachfolgende Nacht übernachten.

Nachdem wir über das Reiseleben ausgiebig erzählt haben, bin ich mit Mariano noch zur gegenüberliegenden Festung gelaufen, wo man einen schönen Ausblick hat. Gleich um die Ecke gab es ein Deja Vue. Wie in Sydney, wenn man vom Park her kommt, taucht unvermittelt das Opera House auf. Ebenso in Oslo. Das Norske Opera ist extrem beeindruckend. Wurde 2008 zum besten Kulturgebäude am World Architecture Festival erkoren. Hat gewissen Ähnlichkeiten mit einem Schiff oder auch einem Gletscher.

Norske OperaDer Bau ist wirklich so hell wie Schnee und man konnte am Hang hinauflaufen aufs Dach. Wohl gemerkt, der Hang ist das Gebäude selbst.

Am nächsten Tag sah das Wetter etwas komisch aus. Ich liess den Vigeland Park mal aus, um auf besseres Wetter am Sonntag zu hoffen. Anstatt dessen ging ich zum Hafen und traf auf 3 Fischerboote, die ihre Ware verkauften. Ach ja, Thema Sea Food. Ich hoffte eigentlich, hier an der Quelle etwas Seafood Kultur geniessen zu können. Doch leider scheint man hier eher Seafood aus dem Supermarkt zu kaufen. Resp. ich fand auch keine Restaurants, die sich auf das spezialisierten.

Kon-TikiNun den, ich nahm die Fähre zur Museumsinsel, wo ich zuerst das Kon-Tiki und dann das Viking Museum besuchte. Im Kon-Tiki Museum sind die beiden Flosse, die ein Forscher baute, aufgebaut. Er wollte beweisen, dass einerseits die Ägypter mit einem Papyrus-Boot in die Karibik segeln konnten und andererseits die polynesischen Inseln aus Südamerika her besiedelt wurden. Extrem spannend und lehrreich. In den Zusammenhang fällt auch, dass die Maori in Neuseeland von den Inseln her kamen. Sind die Maori nun Ägypter ;-) ?

Das Viking Museum hingegen fand ich nicht so spannend. Ein paar alte Wikingerboote, die man als Grabstätte verbuddelt hatte. Aber immerhin gut erhalten.

Anschliessend machte ich eine kleine Stadtrundfahrt. Ich fuhr einfach ein bisschen Bus, Tram und schlussendlich Zug und landete auf einem “Aussichtsberg” Frognerseteren. Das Wetter war ja am Samstag nicht so prächtig, sodass der Ausblick nicht so berauschend war. Dafür war das nahegelegene “Gipfelrestaurant” schön heimelig und es gab feine Apfeltorte.

Von dort bin ich dann nach Holmenkollen runter gelaufen. Auf dem Weg liegt auch die berühmte Sprungschanze. Die wurde letztes Jahr abgerissen, um was Neues zu bauen. Die Baugrube sah ja extrem schlimm aus. Eine riesige Betongrube inmitten grüner Natur. Einfach scheusslich.

Am Abend traf ich dann Anne wieder und sie zeigte mir etwas von ihrer Umgebung und wir sind dann noch lecker essen gegangen.

Im Vigeland ParkAm Sonntag war dann wieder besseres Wetter. Der Vigeland Park stand noch aus. Der Park ist wirklich toll. Hunderte von Skulpturen, die das menschliche Leben widerspiegelte. Einfach schön. Der Vigeland, der diese Skulpturen alle schuf, hatte auch einen Bruder, der ebenso künstlerisches Blut hatte.

Er hatte ein grosses Haus gebaut, das nur aus einer Halle bestand. Der Eingang war 1.50 hoch, sodass man mit Demut einschreiten musste. Dieses Museum war sein Mausoleum und praktisch zappenduster. Nach vielen Minuten gewöhnten sich die Augen an die Dunkelheit. Auch er hatte das menschliche Leben im Sinn und zeichnete auf 800 m2 verschiedene Szenen nach. Ich gewann den Eindruck, er zeichnete vor allem Frauen und ein paar abstrakte Vorstellungen wie z. B. Sex von 2 Skeletten.

Zurück im Hafen besuchte ich noch das Nobel Peace Center, Heimstätte des Friedensnobelpreises. Die anderen Nobelpreise werden von Schweden vergeben. Ich wollte dieses Museum auch besuchen, um etwas mehr über den Herrn Nobel zu erfahren, da ich aktuell an einem Projekt bin, dass auf dem Fabrikareal von ehemals Dynamite Nobel liegt.

Den Nachmittag liess ich mit einem Kaffeestopp an der Front ausklingen, bevor dieses schöne Wochenende schon wieder Vergangenheit ist. Es hat sich gelohnt, kurz nach Oslo zu fliegen.

Fotos finden sich in meiner Gallery.

Aug 12

Hallo zäme

Von meiner letzten Weltreise her hatte ich ein paar Bilder, wo ich mich immer frage, wo ich das aufgenommen habe. Wenn man schnell unterwegs ist, vergisst man manchmal, wo man was aufgenommen hat. Insbesondere im nachhinein zuhause. Kameras mit einem GPS-Empfänger sind eine Seltenheit (aber wird es in ein paar Jahren serienmässig geben).

Für die letzte Reise nach Australien hab ich mir überlegt, einen GPS Datenlogger zu kaufen und mal zu testen. Das GPS ist ein kleines Teil mit einem USB-Port. Als richtiges GPS ist es wohl nicht zu gebrauchen. Man kann nämlich nur das Display ablesen, aber keine Karten anzeigen oder Routen berechnen lassen. Der einzige Zweck ist, kontinuierlich den aktuellen Standort zu speichern.

Die Idee war, einerseits nachträglich auf Google Maps zu sehen, wo man durchgefahren ist. Anderseits alle Fotos mit GPS-Informationen zu versorgen. Die Bedingung war, dass wir sämtliche Uhrzeiten auf den Kameras auf GMT einstellten.

Während unserer Reise war die Handhabung ein Kinderspiel. Gerät anschalten und im Auto irgendwo hin legen oder mit sich herumtragen. Am Abend dann die Batterien wechseln, damit am nächsten Tag wieder frisch weiter Daten gespeichert werden können.

Das Teil brauchte 2 AAA Batterien und wir hatten 5 Sets dabei. Mit dem Auto hatten wir den Vorteil, dass wir unterwegs immer mal wieder Batterien laden konnten.

Wenn wir es mal ins Internetcafe schafften, schaute ich auf dem USB-Stick nach, wie viele Daten er denn schon geloggt hatte. Am Anfang hatte er die Kapazität von 100’000 Koordinaten recht schnell vollgeschrieben und somit verlor ich für Melbourne ein Teil der Daten. Deshalb musste ich ein paar Korrekturen anbringen. Von da an schrieb er nur noch alle 20 Sekunden einen Datensatz. Das gab pro Tag an die 3000 Koordinaten. Detailliert genug. Auch schrieb das Teil gleich eigene Websiten, worin Google Maps integriert war und man sah, wohin man denn in den vergangenen Tagen so gefahren ist.

Die grosse Arbeit kam dann zuhause. Die Datenqualität war meistens sehr gut. Ausserhalb einer Stadt mit freier Sicht zum Himmel schrieb er die Daten zuverlässig. Aber wenn wir zu Fuss in der Stadt unterwegs waren, dauerte es meistens lange, bis er wusste, wo wir waren und führte uns manchmal aus der Stadt heraus, um nach ein paar Koordinaten wieder zurück zu kommen. Das gab dann für Sydney so lustige Sternbilder mit vielen “Ausreisern” mit sagenhaften Geschwindigkeiten von mehr als 1000 km/h. Zu Fuss versteht sich ;-) .

Um die Bilder mit diesen Koordinaten zu versorgen, musste ich zuerst das richtige Tool dazu finden. War nicht ganz einfach, aber schlussendlich fand ich dann für den Mac doch was Gutes. Mit einer Stapelverarbeitung konnten die Bilder in einem Rutsch im EXIF-Header mit diesen Informationen versehen werden. Zusätzlich holte er sich im Internet die Ortsnamen dazu.

Wer sich die Bilder via einer Weltkarte anschauen möchte, kann sie sich auf meiner Flickr-Gallery unter http://www.flickr.com/photos/zemp/map/ oder unter den entsprechenden Australien-Alben anschauen.

Herzliche Grüsse
Ecki

Aug 12

Liebe Freunde

Es ist ja schon beinahe eine Ewigkeit her, wo wir in Australien gewesen sind. Von diesen 6 Wochen Reisen haben wir 3100 Bilder nach Hause gebracht.

Wir haben festgestellt, dass man gut und gerne nochmals soviel Zeit braucht, diese zu sortieren, aufzubereiten und zu publizieren. Schlimm… ;-)

Aber wir haben nun eine gute Auswahl aus diesen Fotos getroffen. Es sind “nur noch” 435 Land- und 60 Tauchfotos.

Wir haben die Fotos thematisch in 5 Alben gegliedert. Bitte klicke auf eines dieser Alben. Wenn die Seite aufgeht, kannst du unten auf Slideshow oder andere Darstellungsformen klicken.

01 Melbourne, Great Ocean Road, Wilsons, Mt Kosciuszko

02 Canberra, Sydney, North Coast, Fraser Island, Brisbane

03 Outback

04 Cairns, Cape Tribulation

05 Tauchen Byron Bay, Great Barrier Reef

Als zentrale Anlaufstelle über unsere Reise besuche http://www.zemp.ch/hobbies/reisen/2008-australien/

Viel Spass beim Anschauen und herzliche Grüsse
Ecki & Melly

Aug 11

Auf der Durchreise haben wir laufend einige Sachen aufgeschrieben, die uns aufgefallen sind, die hier anders sind als bei uns. Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Fahren auf der linken Strassenseite. Kreis auch.
  • Blinker und Scheibenwischer vertauscht
  • Beim Über-die-Strasse-gehen sollte man zuerst rechts anstelle von links gucken.
  • Beim Rolltreppenfahren steht man links (und geht rechts)
  • Sonne geht auch im Osten auf, aber dreht über Norden nach Westen (logisch)
  • Der Mond nimmt auf der falschen Seite zu.
  • Man muss den Türknauf zudrehen, damit die Türe aufgeht
  • Drehtüren drehen umgekehrt
  • Da wo bei uns eine Achtung Reh-Tafel steht, gibt es hier ein Kangaruh – aber bei beiden sieht man nichts.
  • Je grösser die Münze, desto kleiner der Wert (zumindest bei 0.5$, 1$ und 2$).
  • Man sagt, dass das Wasser beim Ablaufen anders dreht.

Liebe Grüsse
Ecki & Melly

Apr 17

Liebe Freunde

Cairns ist eine coole Stadt. Warm, schönes Stadtzentrum und eine 4800m2 Laguna zum Baden mit Palmen, Gras, Sand und freie moderne BBQ-Möglichkeiten.

Schön genug, dass man hier endlich Urlaub vom Urlaub machen kann :-)

Melly zumindest. Ecki zog es gleich weg auf einen 4 day trip zum Great Barrier Reef zum Tauchen.

Am Freitag 17 Uhr war Check-In. Ich hatte meinen Rucksack, Tauchcomputer und Maske dabei. Sämtliche restliche Tauchausrüstung war an Bord. Anders auf bisherigen Schiffen, auf denen ich bisher getaucht bin, hat es hier Platz dafür.

Das Boot war ohnehin gross: Sonnendeck, darunter 6 Kabinen und mittleres Deck, darunter Salon und Tauchdeck und darunter nochmals 6 Kabinen und der Maschinenraum, indem man sogar richtig stehen kann.

Auf dem Tauchdeck hatte jeder seinen Platz und die Flaschen wurden nach jedem Tauchgang gleich wieder gefüllt. Nice and easy.

Der Salon war gross genug, dass sämtlich 22 Gäste und 11 Crew essen und sein können. Dazu noch 2 Macs und Wireless Internet, welche ich hier sicher nicht benutzte.

Vier Mal täglich wurde getaucht. Schon bald war man im Tauchrhythmus: Tauchen, Essen und Schlafen. Essen war immer gut und die feinen Muffins mörderisch.

Und nun endlich Tauchen. Haie, Zackis, Rotfeuerfische und viele Rifffische waren immer wieder zu sehen. Blaupunktrochen, Steinfisch, Drachenkopf, Barrakudas, Schildkröte waren da schon seltener.

Nach der ersten Überfahrt fand im Ribbon Reef am Cod Hole ein Cod-Feeding (Zackenbarsche) statt. Nicht viel, aber diese riesigen fetten Kolosse waren schon furchteinflössend, wenn sie direkt vor der Nase rumschwimmen.

Nach einer ziemlich schaukeligen Nacht-Überfahrt vom Great Barrier zum Osprey Reef fand ein Shark-Feeding an. War schon brutal, wie sich die 10-15 Haie sich um ein paar kleine Tunastücke prügelten. Eigentlich bin ich kein grosser Fan von solchen Sachen, war aber trotzdem ein Erlebnis.

Melly währenddessen hat einen richtigen Urlaubstag eingelegt und an der Lagune gelegen und gelesen. Es war der erste Tag hier, an dem ich mein Buch gelesen habe!

Am Sonntag habe ich einen Tagesausflug zum Cape Tribulation gemacht. Wir waren eine kleine Gruppe im Bus und haben eine schöne Schlucht (die Mossman Gorge) besucht. Dann ging es zu einem Zoo, wo wir Kasuare, Krokodile, Schlangen und viele Vögel gesehen haben. Die nächste Station war dann am Cape Tribulation, wo wir direkt am Strand Mittag gegessen haben. Und dann ging es auch schon wieder zurück Richtung Cairns. Auf dem Weg haben wir noch eine Bootsfahrt auf dem Daintree River gemacht, wo wir kleine und grosse Krokodile, eine Schlange viele Vögel und einen Frosch in freier Wildbahn gesehen haben.

In Cairns bin ich noch ein bisschen bummeln gewesen und habe mich massieren lassen. Herrlich :-)

Am Montag habe ich einen Ausflug nach Kuranda gemacht. Das wird gross angepriesen, mit einer Seilbahn, die über den Regenwald fährt, buntem Markt in Kuranda und einer Scenic Railway für den Rückweg. An der Seilbahn habe ich eine Schweizerin getroffen, mit der ich dann zusammen den Tag verbracht habe. Die Seilbahn fanden wir nicht sooo aufregend, aber es war trotzdem schön. Wir haben einen schönen Wasserfall gesehen, wo wirklich einiges an Wasser runtergefallen ist. Nicht so wie die vielen ausgetrockneten Flussbetten, die wir bisher gesehen haben. Auf dem Markt gab es viele schöne Sachen zu kaufen – die ich alle dagelassen habe, da mein Rucksack eh schon viel zu voll ist. Nach einem Spaziergang durch den Regenwald ging es dann gemütlich mit der Bahn zurück.

Ja und am Dienstag habe ich dann Ecki von seinem Boot abgeholt. Das Buch ist ausgelesen und ich kann mit dem zweiten Teil anfangen (nachdem Ecki schon durch ist, lese ich nun die Trilogie vom Goldenen Kompass).

Mittwoch sind wir nochmal gemeinsam aufs Wasser gegangen. Wir haben einen Schnorcheltrip gebucht. Schon kurz vor 7 hat uns der Bus abgeholt und nach Port Douglas gefahren. Von hier aus ging das Boot zu den schöneren Stellen am Riff. Unterwegs hat es ganz schön geschwankt. Dreimal konnten wir ins Wasser und wir haben alles wichtige gesehen: viele bunte Fische und Korallen, Barakudas, einen Zackenbarsch (nicht ganz so gross wie die Exemplare bei Eckis Tauchgang, aber für Melly gross genug…) und einen Hai. Und der hat uns nicht gebissen :-)

Donnerstag war dann unser letzter Tag. Wir haben gepackt, die letzten Postkarten geschrieben und verbrachten die Zeit an der Lagune bis Fabienne und Claude uns trafen.

Nach Melbourne verpassten wir uns um einen Tag in Brisbane. Wir erzählten uns unsere Erlebnisse, quatschten über Reisen, Australien, über unsere Pläne und am Abend brachten Sie uns zum Flughafen.

Wir fliegen nun via Melbourne, Singapore, Frankfurt nach Berlin. Hoffentlich in Exitsitzen. Schade, dass die 6 Wochen schon wieder um sind.

Mit vier weinenden Augen
Ecki & Melly

(Aufenthalt in Cairns)

(Tauchtrip zum Great Barrier Reef und Osprey Reef)

Apr 10

Liebe Freunde

Im Flugzeug nach Alice Springs haben wir versucht, unseren Schlaf nachzuholen.

Am Flughafen haben wir unseren 4WD in Empfang genommen, damit wir das Outback von Australien erkunden können. Wir stellten dann fest, dass 4WD nicht gleich 4WD ist. Bei unserem Auto werden immer alle 4 Räder angetrieben – es gibt nichts zu Schalten, was die Sache für uns leichter macht. Einige Strecken dürfen wir damit nicht befahren. Aber zumindest die, die uns wichtig sind.

In Alice haben wir neue Vorräte und viel Wasser (33 Liter) gebunkert.

In den ersten 100 km Richtung Süden dünnte der Verkehr stark aus. Die ersten Roadtrains mit 3-4 Anhängern kamen uns auch entgegen.

Melly kriegte einen Geschwindigkeitsrausch als wir plötzlich 130 fahren durften. Bisher durften wir immer nur 100 oder 110 auf dem Freeway fahren.

Dann wurde es Zeit für das Outback. Wir brausten über eine rote Sandpiste zu den ersten Highlights – Rainbow Valley mit einem Hügel aus verschiedenfarbigen Sandschichten und Henbury Krater von einem Meteoriten-Einschlag.

Auf unseren Ausflügen wurden wir jeweils von Fliegen belagert. Warum die Nase, Mund und Ohren so scharf finden, wissen die Götter. Glücklicherweise hatten wir Moskitokopfnetze dabei. Das machte es erträglicher.

Zurück auf dem Highway merkten wir bald, dass das Fahren kein Zuckerschlecken ist. Alles nur geradeaus. Manchmal eine kleine Kurve und alle 50 km ein paar Hütten.

Übernachtet haben wir beim Mount Ebenezer Roadhouse (haben keinen Berg entdecken können). Ein Wüstenkaff, das scheinbar nur aus dieser Bar besteht. Der Boden war hart, dafür kostenlos (mit Toilette und Dusche). Die Steine, die wir fürs Zelt beschweren verwendeten, nahmen wir gleich mit (aber brauchten sie nicht mehr).

Bevor wir am nächsten Tag die letzten Kilometer zum Uluru (Ayers Rock) unter die Räder nahmen, besuchte uns ein Baby-Kamel beim Frühstück.

Vor dem Uluru sahen wir zuerst den Mt Connor, ein Tafelberg wie im Monument Valley. Dann endlich der heiss ersehnte Stein – Uluru.

Unbeeindruckt liessen wir ihn stehen und fuhren weiter zu den Kata Tjuta (die Olgas), eine Ansammlung von kleineren aber höheren Monolithen als der Uluru. Die sind auch nicht so rot wie der Uluru.

Dort wanderten wir in brütender Hitze zwischen den Kollosen auf dem Valley of the Winds Track. Tolle Ausblicke.

Nach 3 Stunden waren wir doch froh, wieder zurück zu sein.

Wir fuhren zurück nach Yulara, dem Hauptort (oder Riesenresort) in der Gegend. Melly schenkte Ecki zu Weihnachten einen Helirundflug um den Uluru und Kata Tjuta. Das lösten wir nun ein.

In einer kleinen bequemen Büchse, die nur wenige Instrumente hatte, flogen wir wie ein Blatt im Wind. Super Aussicht von hier oben gab es. Der majestätische Uluru und die Kata Tjuta sahen wie Klippen in einem Meer aus. Alles andere ist einfach nur flach. Rot und braun aber auch viele Grün- und Gelbtöne beherrschten die Umgebung.

Zurück in Yulara schauten wir erst beim Camping vorbei. Mitten in dieser Wüste eine grüne saftige Wiese. Irgendwie pervers.

Dann war es schon Zeit für den Sonnenuntergang. Wir waren zeitig dort und bewunderten den Sonnenuntergang und wie das Rot des Steins intensiver wurde.

Um 5.30 am nächsten Morgen standen wir wieder auf, packten zusammen und fuhren zum Sonnenaufgangsplatz. Dort teilten wir mit vielen anderen den Sonnenaufgang. Wir haben bestimmt schon über 100 Bilder vom Uluru.

Als alle wieder weg waren, konnte sich auch Melly los reissen und kam zu Eckis Frühstück zum Auto zurück.

Um 8 Uhr nahmen wir an einer kleinen Wanderung auf dem Mala Track teil, wo uns die Rangerin einiges über die Natur, Geschichte, Höhlen und Aboriginalgut erzählte. Sehr informativ.

Um 10 starteten wir mit unserem Walk um den Stein, wo es weitere Fotos gab.

Am Mittag waren wir wieder zurück beim Auto. Wir waren froh, dass wir die Wanderung so früh machten. Die Sonne brennt ganz ordentlich. Aber die vielen Fliegen sind echte Plagegeister.

Den Stein haben wir aus Respekt vor den Aboriginals nicht bestiegen. Genügend Informationen zu deren Kultur erhielten wir im Cultural Center.

Dann war es Zeit, dem Stein Tschüss zu sagen und wir fuhren weiter zum King’s Canyon, wo wir auch wieder Gras für unser Zelt hatten, das aber nicht so grün war. Auch i. O.

Auf dem Weg dahin bewunderten wir immer wieder die rote Farbe. Fährt man z.B. im Gegenlicht erscheinen die Steine und der Boden am Strassenrand grau. Guckt man in den Rückspiegel ist alles rot. Faszinierend.

Am nächsten Tag sind wir wieder zu unchristlichen Zeiten aufgestanden. Denn auch hier gibt es Sonnenaufgänge. Wird langsam zur Gewohnheit.

Beim King’s Canyon stiegen wir rasch zum Rand hoch und bewunderten zeitig den Sonnenaufgang.

Wir setzten unsere Wanderung um den Canyon fort und bewunderten die Natur. Das Canyondach besteht aus lauter kleinen Hügel, die die Errosion durchgewaschen hat. Diese bestehen aus vielen Schichten Sandstein, sodass es aussieht, als ob sie gemauert wären.

In einer grossen Spalte konnte sich Wasser sammeln, sodass die Natur dort sehr üppig ist. Es heisst auch “Garden of Eden”.

Nach 4.5 Stunden (11.30 Uhr) waren wir zurück und gönnten uns im kalten Swimmingbad eine Erfrischung bevor wir die nächste Etappe in Angriff nahmen.

Der Weg führte uns 155 km auf unbefestigten Strassen durch den Mereenie Loop, Aboriginalland. Mal gings ruppig, mal sanft im Sand oder einfach hart wie auf einer Autobahn. 4WD Light.

Auf den West MacDonnell Ranges schauten wir noch bei der Redbank Gorge vorbei bevor wir uns bei der Glen Helen Gorge einquartierten.

Bisher hatten wir günstig gelebt. Zelten und selber Kochen. Unsere Vorräte sind fast alle aufgebraucht (gut zum Fliegen) und so gönnten wir uns ein Nachtessen. Ein
Outbackmeal bestehend aus Kamel, Emu, Krokodil, Kängaruh, Barramundi (Fisch) und Lamm. Dazu Kartoffelschnitze und untypischerweise griechischer Salat. Berauschend war es nicht, aber viel. Wie kann man sowas nur alleine essen?

Am nächsten Morgen sind wir nicht ganz so früh aufgestanden – 7 Uhr. Bevor wir zurück nach Alice Springs gefahren sind, haben wir noch die Gorge hier besucht.

Auf dem Weg lag auch noch die Ormiston Gorge, wo wir auf den Ghost Gum Lookout gehetzt sind. Von dort hatten wir einen guten Ausblick zum Wasserloch und die Schlucht.

Der nächste Halt war Standley Chasm, wo wir zur Felsspalte gelaufen sind und die herrlichen Rottöne durch indirektes Sonnenlicht fotografiert haben. Dahinter sind wir noch etwas in den Schlucht herum geklettert.

Dann war es aber Zeit für unsere Rückkehr zum Flughafen. Unser Auto haben wir nur bis 12 Uhr gemietet. Kurz noch getankt und dann waren wir am Flughafen.

Alles ausgeladen (grosser Haufen), Auto zurückgegeben, dann packen und Check-in.

Um 17 Uhr sind wir dann nach Cairns geflogen.

Liebe Grüsse
Ecki & Melly

Apr 06

09 Brisbane (03.-06.04.2008)

Posted from Brisbane, Australia @ 27° 28' 03" S, 153° 01' 40" E
Australien 2008 No Comments »

Liebe Freunde

Wir sind am Abend heil nach Brisbane gekommen. Wir haben unser ganzes Auto entrümpelt, den wir mussten unser Auto abgeben. Unser Zimmer sah ja aus. Das alles passt in unsere Rucksäcke? Unser Motelzimmer war sehr schön und gut eingerichtet. Als wir später auscheckten, merkte er, dass er uns ein falsches Zimmer gegeben hatte.

Am nächsten Tag machten wir den City-Walk und schauten uns die wichtigsten Orte an.

Das Stadtzentrum ist klein, aber gross genug. Gerade richtig, um zu Fuss schnell zum gewünschten Ort zu kommen.

Die Parklandschaft am Südufer fanden wir toll. Schöne mit Pflanzen überwachsene Wege, Cafes und ein Citybeach zum Baden.

Am späten Nachmittag suchten wir noch einen Arzt auf. Melly hat schon seit geraumer Zeit Schmerzen im rechten Bein. Der schickte uns dann gleich zur Ultraschalluntersuchung, weil er eine Thrombose befürchtete. Der Bus dahin führte über Brücke, Tunnel und eigene Strassen. Irgendwie cool.

Am nächsten Tag waren wir wieder beim Arzt. Es wurde nichts schlimmes festgestellt, sie soll nur wieder Heparin spritzen.

Wir mieteten Fahrräder und fuhren dem Fluss entlang in die weitere Umgebung. Schon schön hier.

Über die Parks hier in Australien müssen wir nun doch was schreiben. Jedes hinterletzte Kaff hat hier irgendwo grosse oder noch grössere Rasenflächen zum sich treffen, Party feiern und Grillen. Meistens noch mit tollen Kinderspielplätzen. Dazu noch ein BBQ Grill, wo man meistens kostenlos Gas zum Grillen bekommt. Einfach Allgemeingut. Echt toll!

Am Abend wieder packen. Chinatown haben wir auch noch besucht.

Am nächsten Morgen sind wir um 4:30 aufgestanden und um 5:15 zum Flughafen gefahren. Dort gaben wir das Auto ab. Wir sind genau 4700 km von Melbourne nach Brisbane gefahren und schätzten unser tolles Auto sehr. Natürlich mit Umwegen.

Jetzt geht es ins rote Zentrum nach Alice Springs.

Alles Gute
Ecki & Melly

Apr 03

An unserem Beachtag in Byron Bay haben wir am Abend mal nachgerechnet, wieviel Zeit uns noch bleibt. Wir haben festgestellt, dass uns die Zeit nicht reicht, alles zu sehen. Wir priorisierten unsere Wünsche und haben entschieden, dass wir direkt via Brisbane für 2 Tage nach Fraser Island fahren und dann für 2 Tage wieder zurück nach Brisbane, bis unser Flieger nach Alice Spring geht.

So haben wir uns auf den Weg in den Norden gemacht.

Unterwegs haben wir noch in Surfers Paradise halt gemacht, die Wellen und die Skyline studiert und im einzigen Hard Rock Cafe in Australien ein T-Shirt gekauft.

Nach 16 Uhr kamen wir in Rainbow Beach an und bezogen unser Zimmer im YHA.

Wir hatten ja noch genug Zeit und wir wanderten noch ein bisschen herum. Zum Beach, der kleinen Hauptstrasse und einem Lookout etwas weiter weg.

Wir waren ziemlich überrascht, als sich der Lookout als Sandblow entpuppte – eine grosse Schneisse zwischen 2 Hügeln, wo der Wind durchpfeift und schöne Sand-Wellen aufwirft.

Dort genossen wir den Sonnenuntergang. Je weiter nördlicher wir kommen, desto früher wird es dunkel. Hier schon um 19 Uhr.

Am nächsten Morgen warteten wir pünktlich um 9 Uhr auf den Bus. Wir haben eine Tour mit Fraser Experience gebucht, um mit einem kleinen 4WD-Bus auf diese Sandinsel zu fahren.

Um 9.30 rief Ecki mal an, wo der Bus bleibt. Der Unternehmer meinte, er werde pünktlich sein, denn es sei erst 8.30. Wir haben unbemerkt eine Zeitzone überschritten. Nirgendwo war ein Schild und in den Karten stand auch nichts. Wer denkt schon, dass wenn er von Süden nach Norden fährt, eine Zeitzone überschreitet?

Der Bus war dann pünktlich und mit 14 Personen fuhren wir auf die Insel. Unser Fahrer und Tourguide arbeitet normalerweise in der Werkstatt und war dementsprechend gut drauf und motiviert. Er quasselte ununterbrochen ins Mikrofon und schüttete uns in schnellem Englisch mit Informationen, Geschichten und Gerüchten zu. Und das an beiden Tagen.

Fraser Island ist die grössten Sandinsel der Welt und man kann nur mit 4WD-Fahrzeugen fahren.

Mit der Fähre setzten wir über und fuhren dann auf der Sand-Autobahn nahe am Wasser den 75-Miles-Beach hoch.

Irgendwo in der Mitte fuhren wir ins Inland, wo es viel ruppiger war. Er zeigte uns Bäume, Pflanzen, Tiere und erzählte uns über Vergangenes und Aboriginal-Geschichten.

Später besuchten wir den Lake McKenzie, ein blauer See mit weissem Sandstrand und grüner Umgebung. Paradisisch. Wir schwammen im See und assen zu Mittag. Schon schön, mal nicht selbst zu fahren, essen zu machen und uns zu entscheiden, wohin wir wollen.

Am Abend war es nun noch früher dunkel. Schon um 18 Uhr (wegen der Zeitzone). Wir assen was und quasselten noch mit den anderen Mitreisenden.

Am nächsten Tag sind wir weiter die Küste hoch gefahren. Am Eli Creek sind wir den Bach hoch gewatet und liessen uns dann im seichten Wasser runter treiben.

Weiter ging es zu den Pinnacles, farbige Sandspitzen und zum Moheno, einem Wrack eines Luxusliners.

Am Indian Head, fast am Nordende der Insel, sind wir auf die Klippen geklettert. Man hört ja viel von Birdwatching und dann ist es meistens schwierig, irgendwas zu entdecken. Fishwatching ist viel spannender und einfacher. Schildkröte, Rochen und Haie gabs zu sehen. Ecki hat bessere Augen für Fische als für Landtiere (selbst, wenn sie ewig weit weg sind).

Dann ging es die ganze Insel wieder runter, kurz was gegessen und um 16 Uhr waren wir zurück auf festem Boden.

Wir waren noch halb im Insel-Fieber aber wir mussten weiterfahren nach Brisbane. Wir hatten unsere Unterkunft bereits gebucht.

Demnächst mehr vom roten Zentrum.

Herzliche Grüsse
Ecki & Melly

Mrz 31

In Nimbin besuchten wir am Sonntag dann den Community Market mit den vielen bunten Produkten, die eine Hippiegesellschaft so verkauft.

Über Nebenstrassen fuhr Melly bergauf und -ab Richtung Byron Bay, unserem Ziel.

In Byron Bay wanderten wir einen Track rund um den Leuchtturm herum. Hier sind wir am östlichsten Punkt von Australien Mainland.

Von den Klippen sahen wir nicht nur die Brandung, sondern auch Schildkröten und auch einen Rochen. Eine Schule Delfine beobachteten wir beim Wellenreiten. Warum muss man da noch Tauchen?

Auf dem Rückweg sahen wir im Busch 2 Deltasegler (Melly: ich kenne die als Drachenflieger…), die sich für einen Flug bereit machten. Durch eine Schneise und von einer kurzen Rampe von vielleicht 2 m starteten sie in die Lüfte. Hier gibt es keine grossen Berge aber genug Wind an der Küste. So gibt es immer wieder einen Schirm, der an der Küste herum fliegt.

Nach diesem langen Spaziergang badeten wir ihm kühlen Meer.

Wir suchten uns dann einen Zeltplatz. Der erste verlangte soviel, dass man dafür fast im Hostel übernachten könnte. Der zweite war dann günstiger, aber auch der hatte keine Campkitchen mit Ausrüstung.

So fuhren wir in die Stadt, kauften uns 2 Pizzas und setzten uns an den Strand mit einer feinen Flasche Weisswein. Dazu gab es tollen Didgeridoo-Sound, den Ecki in andere Sphären hob.

Die Nacht war nicht so ruhig und angenehm, wie wir das uns wünschten.

Wir wollten mal einen Beach-Tag einschalten. Einfach mal nichts tun, am Strand rumhängen, Postkarten schreiben und andere Sachen machen.

Wir zogen in ein Backpackers um, das uns als sehr angenehm vorkam.

Aber wie das so ist, konnten wir uns nicht stillhalten.

Ecki ging tauchen und sah einige Haie (Leopard- und Wobbegong-), einige Schildkröten, einen grossen Rochen und einen unbekannten grossen Fisch, der sich nach Rückfragen als Kingfish entpuppte.

Melly derweil war auf der Suche nach Steineiern, wollte die Batterie der Uhr ersetzen (keine geeignete Batterie im ganzen Ort), wollte eine Lösung für das fehlerhafte Teleobjektiv finden (keiner hat eine Idee) und konnte eine Foto-DVD brennen. Dabei wollte sie schon längstens in der Sonne liegen.

Fast trafen wir uns zeitgleich am Strand wieder, wo wir dann mit Bodyboarding den Tag ausklingen liessen.

Liebe Grüsse
Ecki & Melly

PS: Morgen geht es auf Fraser Island.