Mrz 02

5 Sterne. Welche Assoziationen kommen dir in den Sinn? Bestimmt die Güteklasse von Hotels. Zumindest steht das auch so bei Wikipedia. Dabei gibt es noch viele andere Möglichkeiten, diese Sterne einzusetzen.

Mittlerweile wird in vielen Programmen ein Feld Wertung eingebaut. Meistens auch mit 5 Sternen. So z. B. in iTunes, womit man Lieder nach seinem Geschmack bewerten kann.

Am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich mit diesen Bewertungs-Sternen anfangen soll und liess sie einige Jahre liegen. Irgendwann hab ich mal angefangen, Sterne zu pflegen und fand es eigentlich ganz praktisch. Problematisch war am Anfang, was stufe ich mit 5 Sternen ein? Oder was bedeutet “gut”? Wenn man einen Eintrag sieht, der nur 3 Sterne hat, sieht das etwas mager aus, aber ich wählte genau diesen Mittelpunkt in dieser Skala. 3 Sterne sind neutral, tendenziell gut.

In Bezug auf iTunes sind 3 Sterne hörbar. Ich klicke nicht gleich weiter zum nächsten Lied. Sehr gute Lieder bewerte ich mit 4 und meine momentanen Lieblingslieder mit 5 Sternen. Wenn ich gleich weiter klicke, müsste ich dem Lied eigentlich eine 2 geben, denn es ist nicht hörbar.

So höre ich aktuell meine ganze Bibliothek durch. Sämtliche Lieder, die noch keine Bewertung haben, landen auf meinen iPod. Das wird aber noch eine Weile dauern, bis ich durch bin und so kann ich meine Sammlung wieder mal strukturiert anhören.

Genau gleich bin ich mit Bildern in meiner Library vorgegangen. In einem Ordner werden bei der ersten Sichtung alle guten Bilder mal mit 3 bewertet. Solche, die ich öffentlich zeigen kann mit 4 und werden mit einer Smartlist gesammelt. Die kann ich dann gleich in meine Gallery ziehen. Lieblingsbilder landen üblicherweise als Hintergrund auf meinem Bildschirm.

Wenn man aber das Sternesystem auf das Adressbuch umsetzt, wird es langsam makaber.

Man sieht, es gibt viele Einsatzmöglichkeiten dafür.

Feb 13

Letzte Woche hab ich den letzten Baustein meines Versicherungsportfolios hinzugefügt und nun sind sämtliche Verpflichtungen erfüllt und die Trennung vom Schweizer System vollständig.

Ich hatte das Glück, dass mein Versicherungsberater gerade erfolgreich den Schweizer Titel eidg. dipl. Versicherungsfachmann abgeschlossen hat. Als Hobby sozusagen oder auch um all seine bisherigen Kunden weiter beraten zu können, die in die Schweiz abwandern.

Krankenkasse

Eine der ersten Versicherungen, die man abschliesst, ist die Krankenkasse. Das geht nur, wenn man einen Job hat und ohne Krankenversicherung keinen Job. Ein klassischer Schwanzbeisser ;-)

Der Wechsel von der Schweiz nach Deutschland ist gut zu planen. Die Krankenversicherungspflicht erlischt mit der Abmeldung aus der Schweiz. Einige Versicherer bieten auch einen Auslandschutz an, der ist aber um einiges teurer.

Also ist der ideale Zeitpunkt abzuwarten, bis man einen Job hat.

In Deutschland gibt es zwei Versicherungsarten: Gesetzlich und Privat Versicherte. Man spricht auch von einem 2-Klassen-System. Der privat Versicherte kriegt üblicherweise sofort einen Termin, wird gleich behandelt und wird auf Händen getragen. Als gesetzlich Versicherten kann man von Glück reden, wenn man nicht solange warten muss.

Um sich privat versichern zu können, müssen einige Bedingungen erfüllt werden. Man muss gut verdienen – mindestens €3800 im Monat. Und man muss 3 Jahre in die gesetzliche Krankenkasse eingezahlt haben.

Das heisst, ich bin momentan gesetzlich versichert und mein Arbeitgeber und ich teilen uns den Betrag. Mein Anteil beträgt um die €300 und mein Arbeitgeber zahlt auch noch mal soviel. Man muss sich das mal vorstellen! Mein Beitrag in der Schweiz war nur ein Drittel dessen, was hier kassiert wird.

Was ich bei der Anmeldung spannend fand, war der Fragebogen. Eigentlich dürfen Sie keine Fragen zum Gesundheitszustand stellen, aber sie boten an, dass ich mich an einem Programm für Diabetes, Raucherentzug oder was auch immer anmelden könnte. Natürlich würde die Anmeldung verschlampt und verzögert, bis man einen anderen Versicherer findet.

Rentenversicherung

Die Rentenversicherung kam gleich mit der Krankenkassenanmeldung dazu. Aber ich weiss noch nicht so genau, was das ist und wie es funktioniert.

Ich weiss nur soviel, dass ich bei meiner Pensionierung einen Teil der Rente aus der Schweiz und einen aus Deutschland erhalte. Dies aufgrund der bilateralen Bestimmungen.

Unfallversicherung

Die Unfallversicherung ist keine Versicherung gegen Unfallschäden, wie wir es in der Schweiz kennen. Alle Unfälle sind bereits mit der Krankenversicherung abgedeckt.

Die Unfallversicherung ist eine Versicherung gegen Invalidität. Es handelt sich um eine freiwillige Versicherung.

Mein Arbeitgeber wird mich nach meiner Probezeit Unfallversichern.

Haftpflicht

Sollte man tunlichst versichern. Gibt keine wesentlichen Unterschiede zum Schweizer System. Ah doch, ein Zusatzbaustein hab ich noch abgeschlossen und zwar die Forderungsausfalldeckung.

Dieser Zusatzbaustein kommt zum Zuge, wenn der Schädigende illiquid ist und den Schaden nicht bezahlen kann. Als Beispiel wurde der Dobermann-Fall genannt.

Ich glaube in der Schweiz ist jeder irgendwie versichert und wenn er nicht bezahlen kann, kommt der Sozialdienst zum Zuge. Bin mir aber nicht sicher.

Hausrat

Soviel erkennen konnte, gibt es keine Unterschiede zum Schweizer System.

Rechtsschutz

In Deutschland ist eine Rechtsschutzversicherung fast Pflicht. Gegenüber der Schweiz, wo sich 9% versichern lassen, sind es hier in Deutschland mehr als 44%.

Das heisst, hier wird auch gleich scharf geschossen. Gegen ein simples Parkverbot, das vielleicht aus der einen Richtung nicht gesehen werden kann, wird gleich geklagt.

Abmahnungen sind die berühmt-berüchtigte Mittel der Deutschen gegen allerlei negatives Geschäftsgebaren. So zumindest lese ich davon häufig im Heise-Ticker.

Da passt mir das Schweizer System schon besser, wo man noch miteinander reden kann.

Feb 12

SchuldenuhrNeben meiner Arbeitsstelle in Berlin hat der Bund Deutscher Steuerzahler eine Schuldenuhr stehen. Diese hatte ich auch schon im letzten Sommer per Zufall entdeckt.

Diese Schuldenuhr zeigt die aktuelle Verschuldung Deutschlands an mit der Rate, um die es sich pro Sekunde wegen Zinsen weiterverschuldet.

Bis vor kurzem lag diese Rate bei 474€ pro Sekunde. Das lag früher auch schon bei rund 700€. Ich freute mich für Deutschland, dass es sich von der Verschuldung befreit.

Letzthin dachte ich an einen Darstellungsfehler. Aber ein Vergleich mit dem Foto vom letzten Sommer lieferte den Beweis: Die Verschuldung ist durch die Bankenkrise massiv gestiegen und die Rate liegt aktuell bei 4439€ pro Sekunde! Wahnsinnig, oder?

Feb 02

logo_deutschepostManchmal ist es echt zum Verzweifeln. Nebst den Streiks, die mich mürbemachen, fehlt mir das Vertrauen in die Deutsche Post. Bereits im letzten Jahr, als ich gerade angekommen bin, ist ein erwartetes Couvert meiner Mutter nicht eingetroffen. Ich gebe zu, die Schweizer Post spielt da auch mit, aber dennoch vermute ich, dass es an der Deutschen Post liegt.

Im letzten Dezember bin ich umgezogen, habe eine Adressweiterleitung eingerichtet, den Briefkasten und die Klingel korrekt beschriftet, aber irgendwie schnallten die es nicht, das ich nun da wohne.

Bankencouverts ohne Absender wurden zuerst versucht, zugestellt zu werden. Ein Kleber war drauf, dass der Empfänger unbekannt ist. Und da auch kein Absender drauf war, dachten sie dann schlussendlich, wir gehen doch nochmal nachschauen, ob es wirklich keinen Zemp da gibt. Und haben ihn gefunden.

Super, wäre ja genial, wenn das nun gespeichert ist. Aber nein, eine Hochzeitanzeige, die ich erwartet habe, wurde mir auch nicht zugestellt. Der Absender bekam das Couvert zurück mit Empfänger unbekannt.

Ich weiss nicht, was ich da tun soll!?! Auch die Adressweiterleitung klappt nur halbwegs. Aber mittlerweile hab ich alle erwischt, dir mir regelmässig was zustellen.

Jan 08

Seitdem ich nun wieder alleine lebe und zwangsweise meine bisherigen Schweizer Haushalt-Geräte brauchen muss, kommt es da zu Konflikten. Die Stecker aus der Schweiz passen natürlich nicht in die Schuko-Stecker, klar. Aber einen Reiseadapter, denn ich jeweils auf meinen Reisen mitnahm hatte ich dabei. Der verrichtet ganz zufrieden seinen Dienst.

Aber ich brauche noch einen Zweiten. Ich hab mich hier in Berlin schusselig gesucht nach diesen Dingern. Die gibt es in allen möglichen Kombinationen und für alle möglichen Länder, nur nicht in der Variante CH->DE.

Nun, ich hab mir dann wieder einen Reiseadapter hier gleich um die Ecke bei Globetrotter gekauft. Soweit so gut.

Doch wenn ich mein kleines Öfeli oder mein Bügeleisen daran anschliesse, dauert es nicht lange und die Sicherung in diesem Adapter brennt durch. Es ist doch zum Davonlaufen!

Während ich diesen Text schreibe fiel mir ein, dass ich mich ja eines kleinen Tricks bedienen kann; ich hab nun Alufolie anstelle der Sicherung rein gemacht. Nun kann ich zumindest mein Hemd bügeln bis die Adapter aus der Schweiz eintreffen.

Dez 25

Ich glaube nun sämtliche Behördengänge hinter mir zu haben. Ist eigentlich gar nicht so viel und als Schweizer hat man nirgends mit Schwierigkeiten zu rechnen. Man wird höchstens gefragt, weshalb man die schöne Schweiz gegen Deutschland eintauscht. Die Aussenwirkung der Schweiz ist doch recht hoch, obwohl es da einen Steuerstreit gibt.

Mein Weg der Behördengänge ist zwar nicht der Idealfall, aber funktionierte bestens. Üblicherweise hat man wenn man Umzieht eine Wohnung und eine Arbeit. Beides hatte ich jedoch nicht.

Folgende Etappen gilt es zu bewältigen:

  • Umzug des Haushalts nach Deutschland
  • Wohnsitznahme
  • Anmeldung bei der Botschaft
  • Arbeitsstelle finden
  • Steuern
  • Aufenthaltsgenehmigung
  • Fahrzeugausweis umschreiben lassen

Umzug

Ich liess meinen Hausrat durch ein Umzugsunternehmen nach Deutschland transportieren. Im Internet gibt es eine Umzugsauktion, mit der man günstige Angebote bekommt. Hier unterbieten sich die Anbieter gegenseitig und am Schluss kann man immer noch auswählen, mit welcher Firma man den Umzug machen möchte. So günstige Preise erhält man bei einer direkten Anfrage nicht. Auch ein Eigentransport kommt nicht wesentlich billiger.

Es gibt je für die Schweiz und Deutschland ein Zollformular auszufüllen. Eigentlich gibt es da keine Probleme. Nur war ich zu ehrlich und hab meine 10 Flaschen Alkohol (= Maximum) angegeben. Ich hätte es besser gelassen.

Der Transport konnte dennoch nach Berlin gemacht werden. Dort gibt es auch eine Zollstelle und Melanie musste dort vorsprechen, bevor der Lastwagen geleert werden konnte. Sie musste sich verpflichten, die Alkaholika privat zu vernichten, was wir natürlich taten ;-) .

Nachdem man die Sachen eingeführt hat, hat man nun 6 Monate Zeit sich anzumelden, was ich im ersten Moment nicht tat, da wir ja noch nach Australien wollten. Wenn ich Wohnsitz genommen hätte, hätte ich dann noch 3 Monate Zeit gehabt, einen Job zu finden. Dann hätte man mich vielleicht ausweisen können.

Wohnsitznahme

Ende August nahm ich knapp nach 6 Monaten Ferienzeit Wohnsitz in Berlin. Mittlerweile hatte ich schon einen Arbeitsvertrag und somit war dies der nächste logische Schritt.

Das geht ganz einfach. Man geht zum Bürgeramt mit einem Ausweis. Ein Mietvertrag braucht es nicht, aber wenn man zur Untermiete ist, muss man einen “Sponsor” angeben. That’s it.

Mit dieser Wohnsitznahme hat man nun 3 Monate Zeit, eine Arbeitsstelle zu finden und sich dann bei der Ausländerbehörde zu melden.

Botschaft

Nachdem man sich aus der Schweiz abgemeldet hat, kann man sich bei der Botschaft anmelden. Dort kann man auch angeben, von welcher Schweizer Gemeinde man sich das Stimmmaterial wünscht. Die geben auch einige Tipps und ein Merkblatt, welche weiteren Behördengänge sinnvoll wären.

Arbeitsstelle

Wenn man einen Arbeitsvertrag in den Fingern hat, geht der Zirkus weiter. Der Arbeitgeber braucht dann bei Arbeitsbeginn die Lohnsteuerkarte, eine Krankenversicherung und eine Rentenbescheinigung. Die beiden Letztgenannten bekommt man von der Krankenkasse.

Und nun kann man arbeiten. Eine Arbeitsbewilligung braucht man noch nicht. Man könnte sogar nach 3 Monaten nach der Anmeldung sich wieder abmelden und in die Schweiz zurück kehren. Aber das wollte ich ja nicht.

Aufenthaltsbewilligung

3 Monate nach der Wohnsitznahme muss man sich bei der Ausländerbehörde melden. Das ist eine reine Formsache, aber man muss viel Zeit mitnehmen, denn die werden schon seit längerem überrannt und weitere Kapazitäten gibt es nicht.

Mitnehmen muss man die Wohnsitzbescheinigung, ein Nachweis der Krankenversicherung, den Arbeitsvertrag und 2 biometrische Fotos. Dann bekommt man einen Ausweis, denn man tunlichst immer bei sich trägt.

Führerschein

Damit man auf Deutschen Strassen unterwegs sein darf, muss man den Schweizer Führerschein innert 6 Monaten umschreiben lassen. Das sollte man gleich einfädeln, denn ich musste 4 Monate warten, bevor der Entscheid kam.

Dann kann man zur Behörde gehen, gibt den Schweizer Ausweis ab und bekommt einen Deutschen Führerschein und ein Punktekonto in Flensburg.

Das war’s. Eigentlich alles nicht so wild.

Eine Übersicht über das Versicherungswesen kommt dann irgendwann, wenn ich alles transferiert habe.

Dez 22

Schon seit Längerem befinde ich mich auf einer Odysee mit meinen Handys.

Bis im letzten Jahr war ich ein zufriedener Sony-User. Es war klein und ließ sich via Bluetooth bestens mit dem Mac sychronisieren.

Aber ich wollte noch ein paar Features mehr: GPS, Karten und Sychronisierung mit Exchange. Das Nokia N95 hätte der Nachfolger werden können und ich wartete darauf. Doch als es erschien, waren die Berichte so schlecht, dass ich mir keines leisten wollte.

Was wäre ein würdiger Nachfolger? Im Herbst letzten Jahres bekam ich von meiner neuen Bank ein HTC 3300 geschenkt. Das hatte GPS und Tomtom, was sogar sehr gut war und ich sehr schätzte. Aber mit einem Stift rumzufummeln lag mir nicht und die Synchronisation mit dem Mac lief auch nur halbwegs.

Doch dann kam das iPhone. Die Lösung meiner Kritikpunkten. Zwischendurch hatte ich noch ein Handy von meiner neuen Firma bekommen mit dem neusten Windows Mobile. Furchtbar. Das Menü war mir nicht logisch genug und SMS kamen regelmäßig zu spät an. Zum Teil erst nach einem Reboot des Handys.

Das iPhone ist meine wahre Freude. Endlich Synchronisation mit Exchange und meinem Mac. All die schönen Tools, die ich auch auf meinem Mac habe, gibt es auch fürs iPhone. Das Tippen ist eine wahre Freude und hindert mich nicht in meinem Kommunikationsverhalten. Im Gegenteil. SMS schreibe ich wieder gerne.

Wie man sieht bin ich rundum zufrieden. Was mir noch fehlt ist eine Navigationshilfe, aber die kommt noch.

Das Schöne beim iPhone sind auch die vielen Applikationen. Sie verleiten leider auch dazu, etwas mehr Zeit für das Handy zu investieren. Meine Lieblingsprogramme sind: OmniFocus, Facebook, Evernote und natürlich auch Mail, Kalender und Adressen. Als Spiel hat es mir “Labyrinth” angetan, wo man eine Kugel in einem Holzkasten an Löchern vorbei steuert. So wie früher in echt nur mit dem Unterschied, das ich heute hunderte von verschiedenen Layouts habe.

Jul 26

Meine Musik verwalte ich schon seit meinem Umstieg auf Apple mit iTunes. Das war damals das beste Programm und ist es noch weiterhin. Die perfekte Integration mit Metadaten und die Selbstorganisation der Titel auf Filebasis ist einfach schön. Nicht irgendwelche blöden Verzeichnisse mit undefinierbaren MP3-Dateien, sondern schön sortiert nach <Interpret>/<Album>/<Titel>.

Damals hatte ich noch keine Musikdateien und importierte meine CDs direkt in iTunes. Metadaten gepflegt hab ich schon damals. Später kamen noch Coverbilder dazu. Folgende Metadaten sind sinnvoll zu pflegen:

  • Interpret (gegebenenfalls Album-Interpret)
  • Album
  • Titelname
  • Genre
  • Erscheinungsjahr
  • Titel-Nummer (+Total Titel)
  • CD-Nummer (+Total CD)
  • Coverbild

Wie man sieht, kann man da einiges pflegen. Wer es schön haben will, macht das, wer es nur als Zwischenspeicher seiner momentan gehörten Titel nutzt, braucht das nicht.

Da meine Musik-Library schon so gut wie richtig geordnet war, hab ich mich nun meinen Hörbüchern gewidmet. Die hatte ich bisher als MP3 mit dem Genre “Audiobooks” gespeichert. iTunes kennt aber ein eigenes Kapitel zur Organisation. Doch so einfach kann man da MP3 nicht hinzufügen. Die akzeptiert iTunes nicht. So konvertierte ich alle Hörbücher zu AAC (M4A) und lud sie mit einem Zusatzprogramm als M4B (Bookmarkable) wieder ins iTunes hinein.

Dabei fügte ich alle einzelnen Files eines Hörbuchs zu einem Ganzen zusammen. Die einzelnen Kapitel kann der iPod dennoch anzeigen, aber somit gibt es etwas Platz in einer Liste.

Bei den Metadaten gibt es nicht viel Neues. Der Autor ist der Interpret. Der Sprecher kann als Album-Interpret gespeichert werden. Titel-Nummer und CD-Nummer kann man getrost weglassen.

Neu hab ich das Genre “Audiobook” gelöscht und dafür Thriller, Krimi, Fantasy und so gewählt. Somit kann ich je nach Lust und Laune ein Hörbuch besser finden.

Die Quellmedien – sprich die CDs – sind nun in einer Kiste im Keller. Die brauch ich nicht mehr. Ich halte nichts von Regalen, die man zur Schau stellt.

Jul 02

Berliner Unterwelten

Blog Kommentare deaktiviert


Melly schenkte mir zum Geburtstag einen Besuch in der Berliner Unterwelt. So fuhren wir quer durch die Stadt zum Ausgangspunkt.

Zuerst besuchten wir einen schon etwas älteren Bunker aus dem Jahre 1930, der über der U-Bahn gebaut wurde. Ich war erstaunt, dass es in ganz Berlin nur 23 Bunker gibt mit einer Gesamtkapazität von 30’000 Personen und das bei einer Einwohnerzahl von 3.4 Millionen Einwohner. Zumindest wussten sie, dass die Schweiz eine Kapazität von 140% haben.

Diese 23 Bunker wollen Sie nun auch noch abschaffen. Wenn es mal Krieg geben sollte, erwarten Sie nicht, dass sie lange überleben. Ein paar Atombomben und es ist ohnehin aus. Die Bunker sind darauf ausgelegt, 14 Tage darin zu überleben. Das reicht, um via Verhandlungen eine Einigung zu erwirken.

Der Bunker war keine Schönheit. Dünne Wände und Türen, einige Räume, Luftfilter aber keine eigene Stromversorgung, kein eigenes Wasser. Tja, was soll man dazu sagen?

Spannender fand ich die Situation im Kalten Krieg, wo die Mauer noch stand. Die Mauer verlief entlang der Zonen, die mal zwischen den Siegermächten definiert wurden. So ist es passiert, dass Teile einer U-Bahn in den Osten führte und später wieder in den Westen zurückkehrte. Auf dieser Strecke durfte natürlich nicht angehalten werden. Die alten Haltestellen wurden am ehemaligen Eingang zubetoniert und mit Wachhäuschen ausgestattet, dass auch wirklich kein Zug anhielt. Der Streckenunterhalt war natürlich etwas schwierig, da sie nicht anhalten oder Personal abstellen durften.

Weiter wurden die Bahngleise mit Nagelbetten ausgekleidet und am Strom angeschlossen. Fiese Fluchtbehinderung.

Eine weitere populäre Fluchtmöglichkeit war die Kanalisation. Dort wurden Eisenstangen einbetoniert, die mit einem Kabel durchzogen waren. Wenn diese Eisenstange gekappt würde, hätte es in einem Wachhäuschen geklingelt, man hätte gemütlich den Kaffee ausgetrunken und hätte dann nachgeschaut. Diese Stangen behinderten natürlich den Abfluss und so musste man die regelmässig reinigen.

Schon damals wurde mit Abwasser gehandelt. Abwasser floss in den alten Röhren in den Osten. Somit bekam der Osten Devisen. Dann kamen die Röhren wieder in den Westen und dann hätten sie wieder die Devisen verloren. Sie installierten dann Pumpwerke, die vor der Grenze das Abwasser woanders hin pumpten. Clever.

Es gab noch einige Sachen hier.

Dann besuchten wir noch eine neuere Anlage. Die Anlage wurde sozusagen in eine U-Bahn-Haltestelle eingebaut. Im Fall der Fälle wären Wagen in die Haltestelle gefahren worden, beide Einfahrten dicht gemacht, die Eingänge oben versiegelt und so hätte man einen Bunker gehabt. Unten wären hunderte Betten auf Gleisen und Perron gestellt worden. Oben gab es Schleusen mit AC-Duschen und Untersuchungsräume.

Für Leute, die dieses Abenteuer nicht überlebten gab es Säcke, worin man die Unglücklichen gepackt und in Räume deponiert hätten. Man musste sie nicht loswerden, denn innert 14 Tagen war das Spiel sowieso vorbei.

Tja, der Besuch war noch spannend, aber so einen Bunker-Kult wie wir ihn in der Schweiz haben, existiert hier nicht.

[Update: Kürzlich hab ich auch das Gelände gefunden, wo der Führerbunker stand]

Jun 30

Ich bin schon lange ein User von Typo3. Es ist wirklich ein tolles System und man kann so viele tolle Sachen machen. Mittlerweile fühle ich so eine gewisse Müdigkeit mit dem System. In Australien hatte ich gar keine Lust, meine Tagebucheinträge da hinein zu basteln. Zumal zum Teil die Leitung wirklich lahm war und man so nicht arbeiten konnte.

Es hat gewisse Defizite, die mich schon lange gestört haben. U. a. erstellt tt_news, dass Blogmodul in Typo3 seltsame Links in die Welt, die sich dann auch dauern selbst aufrufen. Das ist nicht schön. Ausserdem warte ich schon lange Zeit auf ein Geolocation-Modul, dass einfach nicht kommen will.

Für meine beiden grösseren Reisen möchte ich die Route gerne visualisieren. Unter Typo3 gibt es da nichts schlaues.

Also fing ich an, den Markt zu erfassen und zu schauen, was es denn da für mich gibt. WordPress hat ein Travelog-Modul, welches ich bei der Weltreise meiner Mutter einsetzte. Einfach zu bedienen und das Ergebnis war schon mal nicht schlecht. Drupal gibt es auch, doch das Geolocation-Modul ist noch nicht auf dem aktuellen Stand. Ausserdem ist das System wiederum so komplex wie Typo3. Dafür kann man auch alles mögliche machen.

Was will ich denn? Mich präsentieren, Blogs schreiben, Reiseberichte mit Karte und Fotos publizieren. Alles ganz schön einfach und nett.

WordPress ist das Zielsystem. Vielleicht fehlt das eine oder andere, aber da kann ich nun auch mitprogrammieren. Unter Typo3 war mir das einfach zu kompliziert.

Ich hab nun den Inhalt von Typo3 nach WordPress übertragen, einige Plugins und ein tolles Theme installiert. So richtig Mac-like. Programmiert und angepasst hab ich auch. Endlich sieht man bei meinen Tagebucheinträge die dazugehörige Karte. Schon schön. Eine Gallery bau ich wahrscheinlich nicht mehr. Dazu werde ich dann die kommende Gallery von Mac verwenden. Die ist wirklich berauschend und auch in der Performance besser als Flickr.